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literary short fiction

 

Es gibt so eine Sache, die man im Journalismus nicht lernt: Dialoge schreiben. Ich wollte wissen, wie man das macht und überhaupt, was man im literarischen Schreiben noch so anders macht als im journalistischen. Deshalb habe ich mich beim Granta Workshop für Literary Short Fiction beworden.

Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber nicht das. Der Workshop war überwiegend online, auf einer Plattform, auf der man Lektionen durcharbeiten musste und Übungen dazu gemacht hat. Dazu gab es ein Forum, an dem wir Teilnehmende, knapp ein Dutzend, uns untereinander austauschen und Feedback geben konnten. Die Tutorinnen Eley Williams und Camilla Grudova haben einmal schriftliches, einmal 30-Minuten mündliches Feedback zu einem eigenen Text gegeben.

Klar, kann man sich ja denken, wir leben im Kapitalismus, natürlich funktionieren Online-Workshops so. Der Workshop bleibt gleich, die Teilnehmenden sind austauschbar. I know, I know. Wie kann man so naiv sein! Ich dachte, wenn es von Granta kommt, wird es anders. So mit hitzigen Diskussionen und konstruktiver Kritik, statt des immer gleichen I like, I’d rather not.

Naja, gut. So be it. Es ist nicht so, dass ich nichts gelernt hätte. Ich weiß jetzt, was gute Dialoge ausmachen. Mission accomplished. Update: Und am Ende hatte ich einen Text, der mich weiter geführt hat, nach Wales .

Was journalistisches Schreiben vom literarischen unterscheidet, frag ich mich allerdings noch immer.